"Circus3000”,
 

Aktionen

Ein Kunsprojekt von Simone van gen Hassend, Uli Tillmann, Herbie Erb, Marcel Vangermain, Ondine Dietz, Libuše Schmidt

Die Gruppe CIRCUS3000 zog mit ihren Elefanten über die Alpen nach Venedig. Dort besuchten sie die Biennale, badeten am Lido und fuhren Vaporetto. „Rani“ und „Shanti“, Elefantinnen des Karlsruher Zoos, wurden symbolisch befreit. Ulrike Tillmann hat nach ihren Vorbildern 3 und 2 Meter große begehbare „trojanische“ Elefanten-Modelle gebaut. In diesen versuchten die Künstler sich bei Biennale einzuschmuggeln und erobern so friedlich die Kunstwelt. (Kunstaktion „elephantescape“ in Venedig vom 19.6. bis 25.6. 2011) Das interdisziplinäre Kunstprojekt CIRCUS3000 wurde im Herbst 2010 gegründet. Auftakt des Projektes war der Auftritt der Gruppe bei der UND#6 2011 in der Nancyhalle in Karlsruhe. Als Ausstellungsarchitektur errichtete sie in der Nancyhalle ein Zeltdorf, das gleichzeitig Aktionsort für Kunstaktionen, Aufführungen und interaktive Installationen war. Die Intention von CIRCUS 3000 ist die Entwicklung visionärer, progressiver Konzepte und neuer intermedialen Kunstformen. Die Akteure der Performances: „Mutanten und Freaks“ versinnbildlichen die multikulturellen Ressourchen und interdisziplinarität innerhalb der Artistengemeinde und die angestrebte globale Vernetzung von Künstlern. Kreative Strömungen, Visionen treffen auf fixe Ideen - die visuellen, medialen und expressiven Ergebnisse werden in ihrer Diktion und Gestalt einen immer neuen Fokus aufzeigen. Geplant sind verschiedene Aktionen in Deutschland, Europa und im Raum Karlsruhe die diese neuen Strömungen dokumentieren. Wie bei einem Wanderzirkus finden mit Reisen verbundene Aktionen und Projekte statt.

Nach der Venedigreise, im August, entstand der Projektraum “WinterQuartier” in Karlsruhe. Nächste Stationen der Gruppe mit Gastauftritten waren Regensburg und Berlin (microwesten, Berlin, 2011), Rumänien (Teatrul Merlin, Timisoara Romania, 2011) und Stockholm (Independent Art Fair, SUPERMARKET 2012)

Pressetexte:

„Ante portas“ jetzt bis 16. September BLAUER ELEFANT AM SANDIGEN STRAND: Wer – wie die Karlsruher Künstlergruppe Circus 3000 seine Ausstellung „Ante portas“ nennt, der kommt um eine Anspielung auf Hannibal, der mit Kampfelefanten über die Alpen zog, nicht herum. Hannibalisch geht es im Winterquartier zu, könnte man sagen. Den in dem Projektraum im Hinterhof des Grundstückes 44b, zeigt die Künstlergruppe Circus3000 derzeit ihre Ausstellung „Ante portas“.

Wer denkt bei einem solchen Titel nicht an den römischen Konsul Marcus Tullius Cicero und seinen Ausruf „Hannibal ad portas“ der dann als „Hannibal ante portas“ in den allgemeinen Zitatenschatz einging. Und sich denn die Gruppe ihren eigenen Elefanten geschaffen, mit dem sie – wie weiland der karthagische Feldherr – über die Alpen zog.

Die künstlerischen Ergebnisse dieser Reise sind jetzt (nach Verlängerung) bis zum 16. September im „WinterQuartier“ zu sehen, und zwar immer donnerstags und freitags von 17 bis 19 Uhr.

Zu den Teilnehmern der Schau gehören Ulrike Tillmann, Simone van gen Hassend, Herbie Erb, Marcel Vangermain und andere, die sich in den unterschiedlichsten Medien von der Malerei bis zur Performance, von Papierarbeiten bis zur Musik artikulieren – als Teile eines Gesamtkunstwerks.
BNN, 22.08.2011

Circus 3000 gastiert in Temsvar Die Karlsruher Künstlergruppe Circus 3000 wird am 11. September in der Karlsruher Partnerstadt Temesvar (Timi¸soara) gastieren. Im dortigen Merlin-Theater wird die Gruppe, zu deren Kern Ondine Dietz und Simone van gen Hassend gehören, „Ante Portas! – Die wundersamen Abenteuer der Mademoiselle Simonetta und der Julie La Fleur“ in einer szenischen Lesung aufführen. Im Anschluss sind weitere Vorstellungen in der Ortschaft Ciclova unweit der serbischen Grenze geplant. Das Stück schildert eine surreale Zeitreise zweier Artistinnen, die sich Anfang der zwanziger Jahre in der Dachstube einer badischen Kleinstadt ihren Träumen hingeben. Auf einem transeuropäischen Sehnsuchtstrip gelangen sie zunächst nach Venedig, wo sie dem Geist Casanovas begegnen, dann in das Ost-Berlin der 50er-Jahre und von dort nach Moskau und Transsilvanien.
BNN, 25.08.2011